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Tipps für den Auf- oder Ausbau eines Onlineshops

Betreiben Sie bereits einen Onlineshop? Oder noch nicht? Zeigt Ihnen die Coronakrise gerade auf, wie wichtig es sein kann, Ihre Produkte auch online zugänglich zu machen, zum Beispiel als stationäre/r EinzelhändlerIn, weil Ihr Geschäft von der vorübergehenden Schließung betroffen ist? Schauen Sie sich spätestens jetzt an, welche Möglichkeiten es gibt und was für Sie machbar ist. Wie Sie Ihre Produkte für Ihre Kundschaft und Zielgruppe im Internet präsentieren können und den Draht zu ihnen halten.

Ein Beitrag von Sandra Wilms. Folgen Sie Sandra auf LinkedIn.

Sofort-Umsetzungstipp: Stellen Sie auf jeden Fall die wichtigsten Informationen zu Änderungen Ihrer Geschäftsabläufe für Ihre Kundschaft auf der Startseite Ihrer Website dar. Zur Erreichbarkeit geben Sie eine aktuelle Telefonnummer oder E-Mail Adresse an.

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Zum Auf- oder Ausbau eines Onlineshops

Nutzen Sie Chancen für Ihren vorhandenen oder zukünftigen Onlineshop in Zeiten der Coronakrise und fangen Sie an, über diesen Weg mit Ihren Bestandskunden zu kommunizieren, Neukunden zu gewinnen, online bestmöglich und spannend Ihr Produktportfolio zu präsentieren, Service und Support anzubieten und allen Beteiligten mitzuteilen „Hey, wir sind jederzeit online für Euch da, Ihr könnt Vertrauen in uns haben und wir halten Euch auf den aktuellen Stand mit Dingen, die Euch interessieren und das Leben einfacher und schöner machen.“

Gerade der stationäre Handel steht aktuell wegen vorübergehender Schließung der Geschäfte vor der Herausforderung, stabil durch die Coronakrise zu kommen. Sucht (hoffentlich) nach Ideen und Möglichkeiten, um für seine Kunden sichtbar und verfügbar zu sein, wie mit einem Lieferservice, der über Social Media Kanäle kommuniziert wird oder Online-Beratungsmöglichkeiten. Oder sogar, um online Einkaufsmöglichkeiten anzubieten mit Vor-die-Haustür-Lieferung - kontaktlos!

Dazu gibt es gerade einige Beispiele, wie sich Händlerschaft und Gastronomie in kleinen Städten vernetzen, um Sichtbarkeit zu erlangen, wie über folgende Plattformen https://lage.online/gemeinsamfuerlage.html oder https://lemgo-shopping.de/. Was gut und wichtig ist. Jede Idee zählt.

Trotzdem sollte unbedingt auch parallel dazu die eigene Marke im Internet im Rahmen eigener Möglichkeiten gestärkt und ausgebaut werden, um mit Fleißarbeit in den Suchergebnissen der Suchmaschinen möglichst vorne mit präsent zu sein (Top 3, wichtig auch mobil). Damit auch die digital-mobil-affinen Zielgruppen darauf anspringen können. Nicht nur, um dann online bestellen zu können, sondern über diesem Weg auf das stationäre Geschäft aufmerksam zu werden, damit diesem ein Besuch gewiss ist.

  • Rund 40% der Kunden starten derzeitig ihre Kaufentscheidung online.
    Grundsätzlich ist die derzeitige Situation eine Win-Situation für den Internet-Handel, wenn auch dort Bedürfnisverschiebungen der Menschen erkennbar sind (s. Erläuterungen in der Rubrik „Google Ads“). Auch wenn man jetzt denken sollte, aus Gründen der Solidarität mit dem stationären Handel, aus Sicht des Konsumenten derzeitig online nur das zu bestellen, was wirklich notwendig ist. Gleichzeitig schießen Fake-Shops aus dem Boden, die weniger Gutes im Sinn haben und auf Betrug, Abzocke oder Datendiebstahl aus sind.

  • Ergreifen Sie jetzt die Chance, daraus was Gutes zu machen und für Ihre (Wunsch-)Kunden sichtbar zu werden.
    Und - ohne Investitionen geht es leider nicht!

8 Tipps, worauf Sie als Shopbetreiber (und vielleicht schon alter Hase und alte Häsing auf diesem Gebiet) in Corona-Zeiten eingehen sollten, worin Verbesserungspotenzial liegt, wodurch Kundenzufriedenheit und Vertrauen steigt.

  1. Zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie über den Kunden-Support für Ihre Kunden da sind und/oder informieren Sie sie über Änderungen, wie zur Erreichbarkeit, zu Lieferengpässen oder Lieferverzögerungen aufgrund des Coronavirus. Kommunizieren Sie dies tranzparent.
  2. Zeigen Sie Ihren Kunden, dass diese in Ihrem Online-Shop sorgenfrei shoppen können. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Shop mit einem SSL-Zertifikat verschlüsselt ist, sodass sensible und persönliche Daten bei der Bestellung sicher bei Ihnen als Shopbetreiber ankommen.
  3. Bieten Sie Ihren Kunden beliebte Zahlungsmöglichkeiten an, wie Kauf auf Rechnung, PayPal, Lastschrift oder Kreditkarte.
  4. Setzen Sie auf Seriösität und Gütesiegel mit gültigen Prüfzertifikat, wie dem Gütesiegel & Bewertungssystem von Trusted Shops, EHI Geprüfter Online-Shop oder S@fer Shopping.
  5. Überprüfen Sie neue Keywords und Sinnhaftigkeit von laufenden Anzeigenkampagnen. Optimieren Sie Produkttexte und Texte Ihrer Werbeanzeigen. (Darauf gehe ich unten noch etwas näher drauf ein.)
  6. Schauen Sie ganz aktuell, welchen Mehrwert Sie Kunden derzeitig bieten können und kommunizieren Sie dies in Ihrem Online-Shop und auf anderen Kanälen.
  7. Heben Sie Produkte in Ihrem Online-Shop hervor, die derzeitig am besten für Interesse sorgen können.
  8. Sind Sie stark vom Weltmarkt abhängig in der Zulieferung von Material für Ihre Produkte? Überprüfen Sie Möglichkeiten, hier unabhängiger zu werden, um schneller handlungsfähig zu sein.
  9. Prüfen Sie die Möglichkeit, Ihren Kunden Ratenzahlung oder eine Null-Prozent-Finanzierung anzubieten. Hier können Sie gegebenenfalls Unsicherheiten beim Käufer reduzieren und punkten mit Vertrauen. Dies können Sie gut in Werbebotschaften kommunizieren.

Auf zwei Online-Marketing Methoden möchte ich etwas mehr eingehen und dazu, wie Sie mithilfe dieser und in Verbindung mit Ihren Online-Shop, besser Kunden (auch lokal) erreichen und binden:

Google Ads

Auch in Krisenzeiten braucht es Werbung, wenn auch mit neuen Strategie-Ansätzen und Anpassungen der bestehenden Kampagnen. Aktuell nimmt die Nachfrage (und Suchanfrage) nach medizinischen Produkten oder Lebensmitteln aufgrund Corona eher zu, hingegen Konsumgüter vielleicht weniger angefragt werden. Möglicherweise können Branding-Kampagnen auf später verschoben werden (Beispiel Reisebranche), Conversion- und Absatzziele in den Vordergrund rücken. Das sollten Sie als Shopbetreiber im Einzelfall prüfen, an die Situation anpassen und mit dem Markt- und Wettbewerbsgegebenheiten in kurzfristigen Intervallen vergleichen. Ebenfalls sollte geprüft werden, womit sich die Menschen, die momentan zum größten Teil zuhause sind, beschäftigen. Wonach suchen diese aktuell. In einigen Branchen steigt die Nachfrage derzeitig, in anderen sinkt sie.

  • Schauen Sie, ob sich Ihre Haupt(Performance)kampagnen aktuell lohnen in Bezug auf Ihre Branche. Entscheiden Sie dann über Budgets (Reduzieren, Pausieren, Erhöhen…), weitere Maßnahmen oder andere Werbenetzwerke wie Google Display.

  • Machen Sie sich klar, wo sich Ihre Zielgruppe gerade befindet.

  • Das Konsumverhalten der Menschen ändert sich in der Coronakrisenzeit, trotzdem bleiben Bedürfnisse bestehen! Momentan gibt es Bedürfnisverschiebungen. Vielleicht können Sie dadurch neue Geschäftsfelder entdecken oder neue Zielgruppen erreichen.

  • Die Werbebotschaften sollten ganz besonders in Zeiten wie diesen ehrlich sein und Vertrauen aufbauen, was der Marke im Nachhinein zu Gute kommt. (Wenn das Lager leer ist, machen schnelle Lieferversprechungen keinen Sinn.)

Wichtig ist, die dynamische Entwicklung in sehr kurzen Abständen zu evaluieren und dies bei der Anpassung von Kampagnen zu berücksichtigen,

E-Mail Marketing

Optimieren Sie Ihr E-Mail Marketing im E-Commerce und gewinnen Sie neue Abonnenten.

Überlegen Sie, auf welchen Wegen und zu welchen Themen (abseits von Bestellungen und des Produktportfolio) Sie weitere E-Mail Abonnenten gewinnen und an Ihren Online-Shop binden können.

Machen Sie sich Transaktions-E-Mails (auch Triggered-E-Mail oder Autoresponder genannt) noch mehr zunutze für eine persönlichere E-Mail-Kommunikation. Diese Art von automatisch generierter E-Mail wird erstellt, wenn eine bestimmte Aktion vom Internetnutzer vorgenommen wird, zum Beispiel bei einer Kontoerstellung, bei Bestell-, Bezahl- und Versandbestätigungen, bei Abbruch des Online-Kaufs, Willkommens-E-Mail nach Anmeldung zur Newsletter oder Zurücksetzen des Passworts.

Verwenden Sie diese zur Service-Optimierung, um Feedback zu bekommen, oder für Up-Selling oder Cross-Selling (hierbei ist weniger mehr!).

Versehen Sie Transaktions-E-Mails (wie auch beim normalen Newsletter) ebenfalls mit schönen Designs und netten Inhalten, auch wenn erledigte Transaktionen im Vordergrund stehen. Daher: Werbung daher nur sehr behutsam und dezent einsetzen.

Bedenken Sie: Im Vergleich zum normalen Newsletter haben Transaktions-E-Mails eine viel höhere Öffnungsrate aufgrund der starken Personalisierung und Bindung aufgrund einer ereignisorientierten Zusendung.

Wichtig: Transaktions-E-Mails beinhalten vertrauliche und private Daten, die Zustellbarkeit über einen vertraulichen und datenschutzkonformen E-Mail Dienst ist daher sehr wichtig. Wie auch ein hohe Zustellbarkeit.

All das setzt natürlich eine Geschäftsbeziehung voraus oder ein Double-Opt-In.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Ansatzpunkten und Ideen neue Blickwinkel eröffnet zu haben.

Es grüßt Sie Sandra Wilms.

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