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Generation Z und Social Media - 5 Stunden pro Tag!?

Lisa ist Schülerin am Gymnasium und macht in unserer Werbeagentur ein zweiwöchiges Praktikum. Sie ist Vertreterin der Generation Z und hat für uns diesen tollen Artikel geschrieben. Die Zeit mit Lisa in unserer Agentur ist sehr spannend und vergeht schnell. Lisa schnuppert Luft in Mediagestaltung, Webdesign, Strategieentwicklung, Online- und Social-Media Marketing. Wir schnuppern unter anderem Luft in das Social Media Verhalten der Generation Z, denn Social Media gehört zu deren natürlicher Umgebung. In dieser Welt wächst GenZ auf. Für uns sind das wertvolle Informationen. Die Zeit mit Lisa macht viel Spaß, und wir können gegenseitig voneinander lernen.

Los geht's:

"Hallo, ich bin Lisa, 16 Jahre alt und zurzeit Praktikantin bei „S Punkt Online“. Mit meinen 16 Jahren bin ich definitiv noch ein Teil der Genration Z und deswegen schreibe ich über die Social Media Nutzung von mir, denn manchmal fragt man sich als Erwachsener natürlich: „Wie kann man denn den ganzen Tag auf Social Media verbringen?“ oder „Was machen die überhaupt da?“ und ja auch ich verbringe zu viel Zeit am Tag an meinem Smartphone. Sei es um Absprachen über „Whatsapp“ zu treffen oder einfach ganz entspannt den „Instagram-Feed“ durchscrollen, immer braucht man sein Handy. Auch „YouTube“ spielt bei mir eine große Rolle und „Snapchat“ ist ebenfalls ein täglicher Begleiter von mir und vielen anderen.

Was macht man 2,5 Stunden auf Instagram?

Ganz einfach, mal hier gucken, mal da gucken und schon ist wieder eine Stunde rum.  Fies ist hierbei die Explore-Seite, kaum drückt man auf die Lupe schon wird man bombardiert von etlichen Fotos und Videos aller Art. Aber vor allem wird einem gezeigt, was man am interessantesten findet, eben das, was man durch die Profile, die man abonniert hat, ohnehin sieht. Der feine Unterschied ist jedoch, dass es immer noch mehr gibt, während ich meine Startseite komplett bis auf das letzte Foto ansehen kann, hat die Explore-Seite kein Ende.

Oft bemerke ich gar nicht, dass ich mir schon seit einer halben Stunde Kochanleitungen von Rezepten angucke, die ich wahrscheinlich niemals nachkochen werde. Ganz häufig sieht man auch sogenannte „Lifehacks“ (Tricks, die das Leben vereinfachen sollen), welche zu wahrscheinlich 50% durch Videobearbeitung gefälscht sind. Ich finde es trotzdem immer wieder spannend zu sehen, wie wahrscheinlich es ist, dass sie dann doch mal funktionieren. Mal ganz davon abgesehen wollte ich noch nie wissen, dass ich mit meiner Bankkarte auch meinen Cheddar schneiden kann, wenn ich mal kein Messer zur Hand hab. Vergleichbar mit dieser Funktion ist die chinesische Plattform „TikTok“.

Instagram hat aber auch andere Seiten zum Beispiel kann man sich durch den Account der „Tagesschau“ immer auf dem Laufenden halten, was wichtigere Themen als Cheddar schneiden angeht. Auch die Chat-Funktion auf Instagram hat einen großen Vorteil, denn man kann Leuten schreiben, von denen vielleicht nicht die Handynummer hat, sie aber trotzdem erreichen will. Denn mit ein bisschen Kreativität findet man fast jeden Instagram-Account. Auch die Instagram-Strories schaue ich mir täglich an. Entweder sehe ich dort, was meine Freunde machen oder ich verfolge „Influencer“, die viele ihrer Täglichen Aktivitäten auf Instagram posten, um andere Menschen daran teilhaben zu lassen und natürlich, um ihr Geld mit Werbung zu verdienen.

Ich schicke jeden Tag über 30 Leuten ein Bild zu.

Tatsächlich ist das keine Seltenheit. Das soziale Netzwerk „Snapchat“ belohnt einen mit Flammen Emojis, wenn man mit einer Person sich über drei Tage oder mehr alle 24 Stunden ein Bild oder Video, auch „Snap" genannt, zuschickt. Neben diesem Aspekt hat Snapchat genau wie Instagram eine Story Funktion, die einen jegliche Bilder oder Videos mit seinen Snapchat Freunden teilen lässt. Auch auf Snapchat gibt es natürlich haufenweise Werbung. Seit März 2018 sogar Werbevideos die man nicht, wie früher einfach, wegklicken kann.

Physik oder Chemie verstehe ich am besten mit YouTube.

Meine Anfänge auf YouTube bestanden daraus, „10 Arten von Geschwistern“ von „Bibisbeautypalace“ zu gucken, die zu der Zeit noch ihre Videos in ihrem Kinderzimmer gedreht hat. Heute hat der Kanal von Bianca mehr als fünf Millionen Abonnenten und ihren Kontostand würde sich wahrscheinlich auch der eine oder andere wünschen.

Heute gucke ich jedoch andere Videos, während ich vor vier Jahren knapp das Englisch meiner Lehrerin verstehen konnte, schaue ich mir heute viele englischsprachige Videos an.

Aber Physik und Chemie auf YouTube? Ja! Ich vermute jeder hatte schon einmal einen Schulbuchtext vor der Nase und hat in dem Moment geglaubt, dass er oder sie den Inhalt nie verstehen wird. Oder man ist, wie ich oft einfach zu faul sich alles gründlich durchzulesen. Dann zücke ich mein Tablet und gebe das entsprechende Thema auf YouTube ein und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit finde ich dann ein perfekt strukturiertes Video, mit dem ich alles verstehe. Da hilft auch meiner Meinung nach oft die Umgebung, denn wenn man in der Schule in einem lauten Klassenraum einen Text verstehen soll ist das deutlich herausfordernder als zu Hause sich bei Stille am Schreibtisch ein Erklärvideo anzuschauen.

Ist dann wohl doch nicht alles nur Schrott…

Nein. Ich bin der Meinung, dass man mit einem Gewissen Alter definitiv das Vermögen hat seinen Konsum von Sozialen Medien zu reflektieren und anschließend auch zu reduzieren. Zudem hängt es meiner Meinung nach auch immer davon ab, was man überhaupt konsumiert, denn bei einer halben Stunde Lernvideos auf YouTube gucken und einer halben Stunde die Explore-Seite auf Instagram zu durchscrollen sollte jeder wissen, was den größeren Mehrwert hat.

Dem Titel zu entnehmen ist es nicht unbedingt unwahrscheinlich, dass ich 5 Stunden an einem freien Tag an meinem Handy verbringe, was natürlich viel zu viel ist, aber nach meinem Gefühl liege ich damit immer noch im oberen Mittelfeld der Generation Z."

Vielen Dank Lisa für diesen Artikel.

 

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