Was kostet ein Onlineshop?

Bild Diskussion S Punkt Online Team zur Gestaltung und Programmierung eines Onlineshops

Was kostet ein Onlineshop?
Einfaches Schaufenster oder leistungsstarke E-Commerceplattform?

Die Frage, was ein Onlineshop kostet, steht meistens an erster Stelle. Pauschal lässt sich diese nicht beantworten. Das wäre ungefähr so, als wenn Sie in ein Autohaus gehen und nach dem Preis fragen, ohne zu wissen, welches Auto Sie genau möchten.

Fiat oder Tesla?

Die Erstellung eines Onlineshops ist ein komplexer Vorgang, der spezielle Kenntnisse erfordert. Daher ist es empfehlenswert, eine erfahrene E-Commerce Agentur mit ins „Auto“ zu holen, die mit einem ganzheitlichen und professionellen Blick auf das Projekt schaut. So können Abmahngefahr verringert und Fehler vermieden werden, die im Nachhinein sehr kostspielig werden können.

Die Größe eines Onlineshops spielt erstmal keine so große Rolle, denn um einen Onlineshop zu erstellen und zu aktivieren, müssen vorab die wichtigsten Fragen geklärt sein, auf die wir unter etwas näher eingehen.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung: Kleine oder große Shopinfrastruktur? Inland und/oder Ausland?

  1. Haben Sie ein Konzept für Ihren Onlineshop erstellt?
  2. Was muss vor Eröffnung eines Onlineshops geklärt sein?
  3. Wo kommen Produktinformationen, Texte und Bilder her?
  4. Onlineshop oder Online-Marktpatz?
  5. Welches Onlineshop System ist das Richtige?
  6. Welche Mindestfunktionen muss ein Onlineshop haben?
  7. Welche Inhalte braucht ein Onlineshop?
  8. Onlineshop erstellen lassen durch Agentur?
  9. Rechtliches bei einem Onlineshop?
  10. Wie finden Wunschkunden Ihren Onlineshop?
  11. Was kostet ein Onlineshop?
  12. Was kostet ein Onlineshop monatlich?
  13. Fazit

Kleine oder große Shopinfrastruktur? Inland und/oder Ausland?

Schauen wir uns beispielhafte Fragestellungen an:

„Wünschen Sie ein einfaches Schaufenster für wenige Produkte und Kunden (was später mal größer werden soll) oder eine leistungsstarke E-Commerce-Plattform für sehr viele Produkte und Kunden? Findet der Verkauf in Deutschland oder auch international statt? Wer pflegt das System (technisch, inhaltlich) und versorgt es mit Updates)?“

Und:

„Reicht Ihnen eine normale Shopgestaltung und -Ansicht mit Standardfunktionen, oder soll es ein individuelles und besonderes Design sein? Braucht es spezielle Funktionen (Bsp. Produkt-/Preiskonfigurator) und müssen Fotos, Texte, Videos evtl. neu bzw. suchmaschinenoptimiert erstellt werden?“

Die Antworten darauf geben sicherlich eine grobe preisliche Richtung vor – nur spielen noch wesentlich mehr Faktoren eine Rolle, die das Onlinevorhaben und die Kosten dazu beeinflussen wie die im Vorfeld oder laufende.

Folgende Gesichtspunkte geben Ihnen einen Überblick, die auch immer im Kontext mit uns als E-Commerce Agentur zur Kostenermittlung stehen würden wie zu „Wo fängt unsere Arbeit an und wie sieht der Gesamtumfang aus.“


Nachdem Zielmarkt und Marktpotenzial klar sind…

1. Haben Sie ein Konzept für Ihren Onlineshop erstellt?

  • Haben Sie Ihre Idee und das Online-Geschäftsmodell und die Möglichkeit einer Skalierung visualisiert? In möglichst einfacher Form wie z. B. mit dem Business Model Canvas? Das schafft Klarheit und zeigt, ob die Idee erfolgsversprechend ist. Welche Ziele und Kernbereiche es gibt, ob die richtigen Zielgruppen angesprochen werden und bedient werden können, wie das Werteversprechen aussieht (der fundamentale Unterschied zum Wettbewerb), wie und wo Kundenbeziehungen aufgebaut werden (im Rahmen der Kommunikation) und wer dabei unterstützt. Es gibt Aufschluss darüber, welche Ressourcen aus ökonomischer, psychologischer und soziologischer Sicht zur Verfügung stehen, um schon vorab Kosten identifizieren zu können in Bezug auf die Preisbildung und die Möglichkeit der Umsetzung.
  • Überlegen Sie auch, ob Ihr Geschäftsmodell nachhaltigkeitsorientiert ist. Nachhaltigkeit wird auch im Zusammenhang mit E-Commerce immer wichtiger, da auch Kunden immer mehr darauf achten. Informieren Sie sich dazu auf unserer Seite „Nachhaltigkeit im E-Commerce.“ Aspekte hierzu sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden, um z. B. Retouren zu vermeiden. Das Sustainability Business Modell Canvas gibt in dem Zusammenhang Aufschluss zur Nachhaltigkeitswirkung und ein mögliches Alleinstellungsmerkmal. Auf Wunsch führen wir das mit Ihnen durch.

2. Was muss vor Eröffnung eines Onlineshops geklärt sein?

  • Üben Sie Ihren Onlineshop haupt- oder nebenberuflich aus?
  • Haben Sie Ihren Wettbewerb im Internet identifiziert und kennen Sie dessen Qualitätsrezept und Preisstruktur?
  • Haben Sie eine passende Rechtsform gewählt und Ihr Gewerbe angemeldet?
  • Haben Sie schon eine passende Domain gescheckt und gesichert?
  • Vermarkten Sie Produkte als Händler oder sind Sie auch selbst Produzent?
    Die jeweilige Wertschöpfungskette dahinter gibt Aufschluss über die Kostenintensität wie zu den primären und unterstützenden Aktivitäten bis hin zur Gewinnspanne.
  • Verkaufen Sie digitale oder physische Produkte?
    Infrastruktur und System dahinter sind individuell in Aufwand und Umsetzung wie z. B. benötigte Hardware, Technologien, digitales Know-how/Programmierkenntnisse oder Lagerhaltung und Logistik.
  • Ist der Umfang der Produkte geklärt? Gibt es weitere Abnahme-Verpflichtungen? Und gibt es für alles Platz?
  • Ist die Verfügbarkeit der Produkte in ausreichender Menge gegeben und gleich zu Beginn geklärt? Das bedeutet weitere Kosten wie durch höhere Mengen und Lagerhaltung.
  • Je nach Angebot und Sortiment: Sind Jugendschutz, Alterseinstufungen und FSK-Kennzeichen klar? Oder bedarf es hierzu einer kostenpflichtigen Beratung?
  • Haben Sie sich mit Marken- und Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Datenschutz und Datensicherheit vertraut gemacht? Oder bedarf es hierzu ebenfalls einer kostenpflichtigen Beratung wie zur Markenschutz?
  • Verkaufen Sie an B2B oder B2C Kunden?
    Verkaufen Sie an Verbraucher, müssen Sie z. B. ein Widerrufsrecht einräumen.
  • Kennen Sie rechtliche Rahmenbedingungen für Ihren Onlineshop wie zu Vorgaben aus DSGVO zu Datenschutz und aus TTDSG = Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz oder weiterer Pflichtangaben wie zu Impressum, AGB, Widerrufsrecht, Verbraucherstreitschlichtung, korrekte Preisangaben, Angaben zur Lieferzeit, Versand- und Zahlungsbedingungen, Checkout-Prozess, Verbraucherschutz, Garantie und Gewährleistung (zwei unterschiedliche Dinge, was wichtig im Rahmen der Kommunikation ist!), Verpackungsgesetz, ggfs. Health Claims- oder Batterieverordnung (je nach Sortiment), Fernabsatzrecht, Umgang mit Retouren, ggfs. einen Kündigungsbutton usw. Es gibt immer wieder neue Gesetze und Verordnungen, die zu beachten sind und teilweise technisch nach Vorgabe umgesetzt werden müssen.
  • Haben Sie vor der Umsetzung des Onlineshops Fördermöglichkeiten gescheckt?
  • Wenn Sie mit einer E-Commerce Agentur zusammenarbeiten möchten? Haben Sie ein Agenturbriefing zusammengestellt?

Hier bekommen Sie weitere Informationen zu „Rechtliche Grundelagen des E-Commerce.“

3. Wo kommen Produktinformationen, Texte und Bilder her?

  • Für eine Kostenidentifizierung ist es wichtig zu wissen, wie es zu Produktinformationen aussieht. Müssen Produkte händisch eigegeben werden oder findet eine Bereitstellung über ein Produktinformationsmanagement (*PIM) als einen zentralen Ort statt?
  • Gute Produktbilder, unterschiedliche Ansichten und überzeugende Produktbeschreibungen sind das A und O. Gibt es fertige Texte vom Hersteller (dürfen die 1:1 verwendet werden?) oder müssen diese individuell erstellt werden? Brauchten Sie Texter und Fotograf oder können Sie alles selber stemmen, wie auch immer wieder das Einstellen von neuen Produkten und Bildern?

*Ein PIM-System hilft Unternehmen, große Mengen an umfangreichen Produktinformationen zu verarbeiten.

4. Onlineshop oder Online-Marktpatz?

Die Entscheidung, welches Geschäftsmodell sich eignet muss jeder für sich selbst treffen. Dies hängt sicherlich auch von den Produkten ab. Auch spielen Ziele, die eigenen Ressourcen Zeit und Know-how sowie die Höhe des Budgets eine Rolle bei der Entscheidungsfindung.

  • Online-Marktplätze (Amazon, Ebay, Otto, etsy, Kaufland etc.) können ein guter Absatzkanal für kurzfristige Ziele sein. Auch weil es dort eine große Auswahl an Produkten gibt, eine vorhandene technische Infrastruktur und vorhandenes Wissen mit genutzt werden können. Erste Erfahrungen im Onlinehandel so am besten gesammelt werden können. Das spart Zeit, die sonst in eigenes Wissen zu Shopsystem oder Marketing zur Sichtbarkeit und Reichweitensteigerung gesteckt werden müsste. Allerdings stehen Markenbranding und langfristige Ziele damit eher weniger im Vordergrund. Leider ist der Preis oft einziges Entscheidungskriterium, daher ist der Preisdruck hoch. Zudem gibt es klare Richtlinien der Anbieter und Sie müssen Verkaufsgebühren bezahlen. Individuelle Anpassungsmöglichkeiten (Farben, Schriften, Layouts) der Produktseiten sind leider  kaum möglich. Unterschiede zum Wettbewerb sind schwerer herauszustellen. Zum Markenaufbau und langfristiger Kundenbindung sind Marktplätze weniger geeignet.
  • Mit einem eigenen Onlineshop etabliert man sich eher langfristig mit seinen Zielen im Kunden- und Wettbewerbsumfeld. Hier stehen Marken- und Vertrauensaufbau eher im Vordergrund. Das ist auf jeden Fall zeitintensiver und erfordert ein höheres (auch monatliches) Budget und aktuelles Marketingwissen. Denn Sichtbarkeit im Zielgruppenumfeld entsteht nicht alleine und braucht eine Strategie. Mit einem eigenen Onlineshop haben Sie mehr Möglichkeiten der Individualisierung, Kundenbindung sowie eine bessere Messbarkeit und Kontrolle über Ihre Aktivitäten, Markenimage und Corporate Identity/Corporate Design.

Gibt es ein skalierbares Produkt? Dann kann auch die Kombination beider Verkaufsplattformen Sinn machen. Hier muss man vorher schauen, ob es zum Unternehmen und zur Strategie passt. Amazon kann für Händler mit Massenprodukten gut sein. Das Kauferlebnis hängt eher mit der Plattform an sich ab, da es viele ähnliche Angebote gibt.

5. Welches Onlineshop System ist das Richtige?

  • Das richtige Shopsystem hängt von der Wachstumsstrategie und dem zu erwartenden Umsatz bzw. Bestellaufkommen ab.
  • Kleine Onlineshops mit wenigen Bestellungen im Monat (< 100 Bestellungen) und nicht zu erwartende zweistellige Wachstumsraten sind mit vorgefertigten Baukastensystemen wie Shopify gut aufgestellt.
  • Mittlere und große Onlineshops und dem Ziel das E-Commerce-Geschäft als Haupterwerb aufzubauen sind eher mit Shopware gut beraten.

Letztlich hängt es aber auch vom Individualisierungsgrad ab. Onlineshops mit üblichen Standardfunktionen, an die es sich gut anpassen lässt, sind besser mit Shopify oder Wordpress mit WooCommerce bedient. Sollten jedoch Shop-Prozesse an den bereits bestehenden Arbeitsprozessen (z.B. in der Kommissionierung von Bestellungen oder Anbindung an ein bestehendes ERP-System) erforderlich sein, so wird in der Regel ein System wie Shopware besser geeignet sein.

6. Welche Mindestfunktionen muss ein Onlineshop haben?

  • Ein Shopsystem sollte alle rechtlichen Anforderungen in Deutschland erfüllen. Z. B. ist WooCommerce ein amerikanisches Shop-Plugin für Wordpress und bedarf einem kostenpflichtigen Zusatzplugin für den deutschen Markt. Zusätzlich sind hier noch weitere Modifikationen notwendig, um alle rechtlichen Mindestanforderungen zu entsprechen.
  • Weitere Funktionen wie Warenkorb, Kundenprofile, mehrstufiger Checkout-Prozess mit Versandauswahl und Zahlungsartauswahl sind heutzutage nicht mehr wegzudenken und absoluter Mindeststandard (erfüllen aber alle gängigen Systeme).
  • Als Zahlungsarten sollte mind. ein digitaler Zahlungsanbieter wie PayPal oder Klarna zur Auswahl stehen – nur Vorkasse ist nicht vertrauenserweckend und schreckt vom Kauf ab.

7. Welche Inhalte braucht ein Onlineshop?

  • Neben den gesetzlichen Vorschriften und Pflichtangaben (s. Absatz "Rechtliche Pflichtangaben" unter Pkt. 1) und natürlich einem schönen und CI-konformes Design, sollte Ihr Onlineshop wichtige Vertrauenselemente aufweisen wie Bewertungen, eine „Über Uns" Seite, Unternehmenswerte, bestimmte Gütesiegel oder Kontaktmöglichkeiten. Die Navigation wie zu Produkten sollte einfach und verständlich sein, genauso der Checkout-Prozess.
  • Alles sollte genau auf Ihre Zielgruppe ausgerichtet sein. Diese muss sich gemäß ihrer Suche und Suchintension in einer Suchmaschine wie Google sofort im Onlineshop in den Kategorien zurechtfinden und die gewünschten Inhalte (Texte, Produktbilder/-videos, Preise, Lieferzeiten etc.) professionell vorfinden können, sowie weitere hilfreiche Informationen wie auf Ratgeberseiten, FAQ oder im Blog.
  • Emotionalisieren Sie Themen, zeigen Sie Kundenstimmen und Empfehlungen - verdeutlichen Sie klar den Nutzen.
  • Lesen Sie weiterhin unsere Beiträge „Check: Onlineshop“ und „Wichtige SEO-Hebel für Ihren Onlineshop.“

8. Onlineshop erstellen lassen durch Agentur?

Wir möchten niemanden davon abhalten, sich einen Onlineshop selbst zu erstellen. Unser Beitrag soll die Komplexität aufzeigen und verdeutlichen, welche Kenntnisse es dafür braucht. Und was alles zu beachten ist.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen kleinen einen oder großen Onlineshop handelt. Die rechtlichen Vorgaben sind immer dieselben. Wix z. B. (zwar kein E-Commerce System) ist eine Cloud-basierte Online-Plattform, mit der Unternehmen ihre eigene Webseite erstellen können. Dies soll natürlich für den Nutzer so einfach wie möglich gemacht werden! Wix erhebt dabei sehr viele personenbezogene Daten von Webseitenbesuchern. Seitenbetreiber, die verantwortlich für die Seite sind, wissen das oft nicht, müssen aber trotzdem immer bestimmte Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetzes (TTDSG) beachten. Was allerdings für jedes System für Webseiten oder Onlineshops gilt!

9. Rechtliches bei einem Onlineshop?

Lesen Sie dazu noch einmal unter „Was sollte vor Eröffnung eines Onlineshops noch geklärt sein?“ und den Absatz „Rechtliche Rahmenbedingungen“ nach. Es gibt viele rechtliche Grundlagen im E-Commerce Geschäft. Und immer wieder neue Gesetze und Verordnungen. Ziehen Sie sich im Zweifel die Rechtsberatung eines Fachanwaltes für E-Commerce hinzu oder informieren Sie sich bei Ihrer hiesigen IHK. Bleiben Sie diesbezüglich immer am Puls der Zeit.

10. Wie finden Wunschkunden Ihren Onlineshop?

  • Dazu gibt es unterschiedlich Wege und es kommt darauf an, welche Märkte sie bedienen. Bewegen Sie sich eher in einer Nische oder stehen Sie mit Ihrem Sortiment sogar im Wettbewerb mit Online-Marktplätzen wie Zalando oder Amazon?
  • Wie Ihre Wunschkunden zu Ihrem Onlineshop finden, sollte die Visualisierung des Geschäftsmodells wie mit dem Business Modell Canvas anfangs schon gut aufzeigen können.
  • Sichtbarkeit und Reichweite des Onlineshops hängen von Marketingmaßnahmen und Werbebudget ab.
  • Um auf Ihren Onlineshop aufmerksam machen zu können, müssen Sie dort mit Ihrem Unternehmen, Produkten und spezifischen Inhalten sein, wo Ihre Zielgruppe sich bewegt und Sie wahrnehmen und Vertrauen aufbauen kann (am besten in deren jeweiligen Informations- und Kaufphase). Welche Verkaufs- und Kommunikationskanäle das sind, muss im Rahmen des eigenen Marketings geklärt werden.

    Wir empfehlen Ihnen in diesem Zusammenhang unsere Beiträge

  • Check: Onlineshop
  • SEO oder SEA – Die Unterschiede einfach erklärt
  • Wichtige SEO-Hebel für Ihren Onlineshop
  • Social Media-Check nach dem 10-Punkte-Plan

11. Was kostet ein Onlineshop?

  • Was ein Onlineshop im Rahmen der technischen Implementierung kostet, hängt von System, Individualisierungsgrad und Komplexität der Ausgestaltung sowie den Beratungsleistungen und ggfs. weiteren Dienstleistungen der Agentur ab. Auch davon, was das System - mit Blick in die Zukunft - leisten soll.
  • Ein kleinerer Shop kann von der nur technischen (mit Standardfunktionen) und inhaltlichen Erstellung her schon bei 3.000 bis 5.000 Euro anfangen, ohne jetzt laufende und weitere Fixkosten (auch monatlich) mit beziffern zu können wie zu Softwareupdates, weitere Betreuung durch Agentur, Lagerhaltung, Versand oder Rechtliches.
  • Haben Sie ein großes Sortiment mit einigen Individualisierungswünschen, eigenen Inhalten und ggfs. mit einem angebundenen Warenwirtschaftssystem, sollten Sie von der technischen und inhaltlichen Erstellung her ab 10.000 Euro bis 15.000 Euro und aufwärts kalkulieren. 50.000 Euro und mehr sind bei ganz großen Lösungen (inkl. Wawi, Logistiklösungen, Personal) auch keine Seltenheit. Nach oben ist die Grenze bekanntlich offen.

12. Was kostet ein Onlineshop monatlich?

Auch das kann pauschal nicht beantwortet werden, was unser Beitrag hoffentlich verdeutlicht. Weitere Kosten fallen z. B. in folgenden Bereichen an, die zuerst geklärt sein müssen:

  • Hosting
  • Service und Wartung
  • Updates Shopsystem
  • Lizenzen je nach Shopsystem
  • Gütesiegel wie Trustedshops
  • Gebühren der Zahlungsanbieter
  • Hinweisgebung wie zu neuen Pflichten, Gesetzen, Verordnungen
  • Agenturleistung wie z. B. Pflege der Produkte, Conversionoptimierung, SEO/SEA Unterstützung, Auswertung/Reporting zu relevanten Kennzahlen, Programmierung und Individualisierung etc.
  • Weitere Online-Marketing Maßnahmen unter Berücksichtigung Menpower/Marketingwissen des Onlineshopbetreibers
  • Umfang CRM-System
  • etc.

13. Fazit

Einen fixen Preis für einen Webshop zu benennen ist schwer machbar wie anfangs das Beispiel mit dem Auto zeigt. Denn auch Vorabkosten und fixe Nebenkosten spielen neben dem gewählten Shopsystem, Produktanzahl und Grad der Individualisierung eine Rolle.

Mit einem Baukastensystem soll es für Nutzer einfach gemacht werden, in den Onlinehandel einzusteigen, entbindet sie jedoch nicht von den Pflichten, Überlegungen und Themen, die wir hier im Beitrag aufgeführt haben. Einiges davon wird leider, wie manchmal die Praxis zeigt, nicht bedacht. Im Nachhinein Optimierungen vorzunehmen, ist dann umso kostspieliger. Und ärgerlich wegen der schon investierten Zeit.

Im E-Commerce Handel gibt es einiges zu beachten.

Die Erstellung eines Online-Geschäftsmodells hilft, den Überblick zu bekommen und zu behalten wie zu Zielen, Zielgruppe(n), Werteversprechen, Wettbewerb und Preisen, eigenen Ressourcen zur Umsetzung der Kernaktivitäten, Regelungen, Gesetzen und Vorschriften. Was anfangs geklärt ist, fällt einem später weniger auf die Füße. Reduziert dadurch zusätzlich anfallende Kosten! Sich das nötige Wissen einzukaufen, kann sich durchaus auszahlen.

Wenn Sie Ihren Onlineshop ernsthaft betreiben möchten, mit einem Konzept und einer gesunden Wachstumsstrategie, dann ist es von Bedeutung, vorher die wichtigsten Fragen beantwortet zu haben. Um die Gesamtkosten besser ermitteln zu können. Setzen Sie bei alldem grundsätzlich auf Qualität als auf das "schnelle Geschäft."

Priorisieren Sie Ihr Onlineprojekt in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit uns gemeinsam.

Unser Beitrag hilft Ihnen hoffentlich in Ihren Überlegungen weiter. Bitte fragen Sie uns gerne um Rat und wir priorisieren Ihr Onlineprojekt im Rahmen von Möglichkeiten, einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und mithilfe einer Preiskalkulation gemeinsam.

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SVEN STILLER

Meine Themenbereiche:

  • E-Commerce Business
  • Webdesign und Webentwicklung Content-Managementsystem
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Website-Check
  • Technik und Hosting
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